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Bau eines Fischaufstieges an der Urff oberhalb der
Ortslage Oberurff Am 16.12.2008 wurde von der Wasserbehörde des Schwalm-Eder-Kreises an der Urff eine Gewässerschau durchgeführt. Diese findet i.d.R. alle 5 Jahre statt und neben den Fachbehörden und Vertreter der Gemeinde und des Wasserverbandes Schwalm nehmen auch Vertreter von Angelvereinen und andere Interessierte teil. Im Rahmen dieser Gewässerschau wurde festgestellt, dass das Entnahmebauwerk für den Oberurffer Freizeitteich für die aquatischen Organismen nicht durchgängig ist und Handlungsbedarf besteht.
Die Herstellung der Durchgängigkeit der Fließgewässer ist ein zentraler Aspekt zur Verbesserung der Gewässerökologie. Nach den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie sind bis 2015 alle Fließgewässer in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen. Durch die Barrierewirkung von Querbauwerken wie Wehre und Sohlabstürze können Fische und andere aquatische Lebewesen sich nicht natürlich in Längsrichtung des Gewässers z.B. zur Fortpflanzung (Ablaichen) und zur Nahrungssuche bewegen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Artenvielfalt und insbesondere die Reproduktionsfähigkeit der Fischbestände in durchgängigen und naturnahen Gewässern erheblich zunehmen. Der Wasserverband Schwalm hat im Einzugsgebiet der
Schwalm die Gewässerunterhaltung von insgesamt 221 Kilometer Gewässer zu
leisten. Während sich früher der Hauptaspekt der Gewässerunterhaltung auf die
reine Erhaltung der Vorflut beschränkte sind aufgrund der sich veränderten
Gesetzeslage ökologische Belange in den
Vordergrund gerückt. Der Wasserverband Schwalm hat nun mit verbandseigenen
Maschinen und Personal an der Urff oberhalb der Ortslage Oberurff die
Durchgängigkeit durch den Bau einer rauhen Sohlengleite hergestellt. Hierzu
wurden 80 Tonnen Wasserbausteine aus Basalt unter der Bauleitung von Dipl.-Ing.
Peter Kugler (Wasserverband Schwalm) und Dipl.-Ing. Peter Trümner (Untere
Wasserbehörde Schwalm-Eder-Kreis) fachgerecht eingebaut.
Die Verbesserung der ökologsichen Situation der Urff dient in erster Linie den aquatischen Lebewesen aber auch den Menschen, die sich an einer intakten Natur erfreuen können.
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